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Unser Academy-Team: Carmen

vor 2 Tagen
3 Min. Lesezeit

Heute stellen wir euch Carmen vor – sie ergänzt das Team auf der Tiny Farm mit einer vielseitigen Mischung aus Wissenschaft und Praxis. Während einer längeren Reise entdeckte sie in Permakulturprojekten ihre Leidenschaft für zukunftsfähige Ernährungssysteme, was sie zu einem Masterstudium in Agrarökologie führte. Nach einigen Jahren in Forschung, Lehre und Projektleitung zieht es sie nun zurück in die Praxis, um Theorie und Handwerk direkt zu verbinden. Auf der Farm bringt sie ihr fundiertes Fachwissen ein und ist unter anderem für den Aufbau des neuen Schnittblumenbereichs zuständig.

  1. Carmen, erzähl uns kurz von dir: Wie bist du zur Gärtnerei gekommen – gab es einen Moment, der dich besonders geprägt hat?

Während einer längeren Reise in meinen Zwanzigern verbrachte ich einige Zeit in unterschiedlichen kleinen Gemüsebetrieben und Permakulturprojekten. Dort begann ich mich intensiv dafür zu interessieren, wie unsere Lebensmittel produziert werden und wie unsere Ernährungssysteme gestaltet sind. Diese Erfahrungen haben mich dazu gebracht, ein Masterstudium in Agrarökologie und Ernährungssysteme zu machen. Neben dem Studium habe ich als Ausgleich auf verschiedenen kleinen Gemüsebetrieben mitgearbeitet.


Nachdem ich einige Jahre in Forschung und Lehre gearbeitet habe, hat es mich nun stärker in die Praxis gezogen – hin zu konkreter Umsetzung und zu einer Arbeit mit mehr Bewegung.


2. Welche Erfahrungen aus deinem bisherigen Weg bringst du in deine Arbeit auf der Farm ein?


Ich bringe eine Mischung aus praktischer Gartenerfahrung, theoretischem Fachwissen zu zukunftsfähigen Ernährungssystemen und Bildungsarbeit mit. Eine Mischung, die meiner Meinung nach gut zu Tiny Farms passt. Durch meine Erfahrung in der Projektleitung bin ich es gewohnt, Ideen von der Planung bis zur Umsetzung zu begleiten, was auch auf der Farm von Bedeutung ist.

Ich freue mich, in meiner Arbeit bei Tiny Farms Theorie und Praxis zu vereinen und dazu beizutragen, dass Menschen alternative Landwirtschaftsmodelle selbst erleben können.


„Die Landwirtschaft der Zukunft muss Hand in Hand mit Mensch und Natur gehen – ressourcenschonend, gesund und mit fairer Wertschätzung für alle, die jeden Tag auf dem Feld stehen.“

3. Was bedeutet für dich nachhaltige Landwirtschaft? Oder: Wie stellst du dir die Landwirtschaft/ Gesellschaft der Zukunft vor?


Die Landwirtschaft der Zukunft stelle ich mir erstens so vor, dass sie abgestimmt ist auf die Bedürfnisse von Mensch und Umwelt. Das bedeutet für mich, dass Lebensmittel ressourcenschonend produziert werden, Böden und Biodiversität geschützt werden und gleichzeitig gesunde, regionale Nahrung für alle Menschen zugänglich wird.


Zweitens möchte ich eine Landwirtschaft sehen, in der Menschen gerne arbeiten. Dazu gehören faire Löhne und gute Arbeitsbedingungen, was hingegen auch bedeutet, dass es eine höhere Wertschätzung für die Produktion von Lebensmitteln braucht.



4. Gibt es etwas, das du selbst gerne noch lernen oder vertiefen möchtest?


Ja, ich glaube mehr, als ich hier aufzählen kann. Bisher habe ich immer nur “so nebenbei” im Gemüsebau gearbeitet und ich freue mich richtig darüber, durch die intensivere Arbeit ganz viel Neues zu lernen und nicht nur mitzuarbeiten, sondern Schritt für Schritt selbst mehr Entscheidungen treffen zu können, egal in welchem Bereich auf der Farm. Da ich ausserdem für unseren neuen Schnittblumenbereich zuständig bin, lerne ich auch da viel Neues - sowohl im Anbau als auch in der Planung und Organisation.


5. Und zuletzt: Was ist dein Lieblingsgemüse – und warum?


Ich glaub nicht, dass ich wirklich ein Lieblingsgemüse habe. Aber vielleicht eine richtig tolle Neuentdeckung aus meinen ersten Monaten bei Tiny Farms: Wurzelspinat. Samt der Wurzel mit Knoblauch in etwas Olivenöl gedünstet, zergeht er regelrecht auf der Zunge.



Fotos: Carla Ulrich


 
 
 

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